Würde ich "FEINSCHLIFF BIKES 2.0" eröffnen und mich noch einmal mit einem Fahrradgeschäft selbstständig machen?
Diese Frage ist leicht beantwortet. Nein! Aber das Warum könnte interessant für Dich sein.
Als ich im Jahre 2010 mein erstes Fahrradgeschäft eröffnet habe, war es für mich nicht weniger als pure Leidenschaft. Mein Ziel war es, bis zu meinem 30sten Lebensjahr selbstständig zu werden, mit dem was ich am besten konnte eine Lücke zu schließen und damit mein eigenes Geld zu verdienen.
Selbst etwas zu erschaffen und für den Erfolg meines Geschäftes verantwortlich zu sein, ist ein tolles Gefühl. Niemand, vor dem ich mich rechtfertigen muss. Niemand, dem ich es recht machen musste. Das war toll.
In meinen 5 Jahren FEINSCHLIFF BIKES und in den Jahren danach, habe ich aber auch sehr viel gelernt. Über mich. Über meine Kunden und über mein Business.
Und hier sind meine TOP3 learnings:
⚠️ Ein Business aus einer Leidenschaft heraus zu gründen wird fast immer zum Erfolg. Doch genau diese Leidenschaft stellt sich dann auch vor Effizienz und Wachstum.
⚠️ Im Handel zu arbeiten ist nicht zu unterschätzen. Entweder müsste ich mich bewusst dazu entscheiden, Personal zu beschäftigen, was bedeutet... dass der Service nicht mehr meinen persönlichen Vorstellungen entsprechen könnte, oder ich müsste erneut eine "One-Man-Show" aufführen. Was auch keine Option wäre.
⚠️ Nach 25 Jahren Bike Business, kenne ich die Verpflichtungen, Margen, und die Erwartungen. Egal ob von Seiten der Kunden oder der Lieferanten. Lass mich all das zusammenfassen: "Das Bike Business ist kein Zuckerschlecken". Es hat mich glücklich gemacht. Doch reich wird man bei einer "One-Man-Show" nicht.